Der Schwangerschaftstest

Wer sich ein Kind wünscht, erwartet nichts sehnlicher als den positiven Schwangerschaftstest. Bis es soweit ist, kann es jedoch durchaus auch eine Weile dauern. Studien gehen davon aus, dass vier bis sechs Zyklen mit ungeschütztem Geschlechtsverkehr durchschnittlich vergehen, bis eine Schwangerschaft sich einstellt. Aber auch zwölf Monate können völlig normal sein. Hat man aber auch nach zwölf Zyklen noch keinen positiven Schwangerschaftstest in der Hand, sollten mögliche Ursachen fachärztlich abgeklärt werden.

 

Hierbei ist wichtig zu wissen, dass die medizinischen Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit etwa zu gleichen Anteilen bei Mann und Frau zu finden sind. Auch der Partner sollte sich also immer untersuchen lassen, um nichts zu übersehen. Auch wenn es medizinische Probleme geben sollte, ist dies kein Grund zur Hoffnungslosigkeit. Dank moderner Verfahren ist es heute für die meisten Paare irgendwann möglich, einen positiven Test nach den ersten Schwangerschaftsanzeichen in der Hand zu halten.

 

Mögliche Schwangerschaftsanzeichen erkennen

Schwangerschaftsanzeichen können in der Form und Ausprägung sehr unterschiedlich sein. Nicht selten und völlig normal ist es ebenfalls, wenn werdende Mütter überhaupt keine Schwangerschaftsanzeichen an sich bemerken und später von einem positiven Schwangerschaftstest überrascht werden. Einige Schwangerschaftsanzeichen werden jedoch immer wieder von schwangeren Frauen beschrieben. Hierzu gehört vor allem die morgendliche Übelkeit. Diese Übelkeit erklärt sich mit der hormonellen Umstellung, die nach der Befruchtung schnell einsetzt. Das Schwangerschaftshormon hcg führt, besonders bei sehr hohen Werten wie bei einer Zwillingsschwangerschaft, oftmals zu Übelkeitsgefühlen und Brechreiz. Umgekehrt bedeutet das Nichtvorhandensein von Übelkeit aber keineswegs, dass die Schwangerschaft nicht stabil sei! Etwa nach der zwölften Woche lässt die Übelkeit wieder nach.

 

Ein weiteres Schwangerschaftsanzeichen kann zudem das Ziehen in der Brust sein. Noch vor jeder Übelkeit und vor dem Schwangerschaftstest ahnen manche Frauen schon wegen schmerzenden, geschwollenen Brüsten, dass sie schwanger sind. Manche Schwangere beschreiben zudem ein immer wiederkehrendes Ziehen in den Leisten – dies kann sich erklären mit den Mutterbändern, die sich nun nach und nach dehnen. Medizinisch gesehen sind all diese möglichen Schwangerschaftsanzeichen leider nicht eindeutig. Oftmals sind sie dem Prämenstruellen Syndrom, PMS genannt, sehr ähnlich: Viele Frauen leiden kurz vor der Menstruation unter Schmerzen in der Brust, Übelkeit und Übellaunigkeit. Gerade weil die Schwangerschaftsanzeichen tendenziell eher unsicher sind, sollte man beim Verdacht, schwanger zu sein, schnell einen Schwangerschaftstest machen.

 

So funktioniert ein Schwangerschaftstest

Moderne Schwangerschaftstests können eindeutigSchwangerschaftstest feststellen, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder nicht. Sie bedienen sich eines einfachen Systems: Im Urin wird das Hormon hcg gemessen. Hcg ist ein Hormon, was ausschließlich von schwangeren Frauen gebildet wird. Wird hcg im Morgenurin – hier ist die Konzentration am höchsten – nachgewiesen, hat sich eine Schwangerschaft eingestellt. Und so funktioniert es: Das Teststäbchen wird in den Urinstrahl oder in einen Becher mit aufgefangenem Urin gehalten.
Nach etwa einer Minute muss man das Testfenster ablesen: Zeigt sich ein zweiter Strich, wurde hcg gefunden.

 

Manche Schwangerschaftstests arbeiten auch digital. Wenn eine bestimmte Konzentration an hcg im Urin gemessen werden konnte, erscheint im Testfenster das Wort: schwanger. Oftmals ist dies eindeutiger und deswegen für viele Frauen angenehmer. Grundsätzlich sind heutige Schwangerschaftstests sehr sicher: Meist wurden in Laborversuchen Genauigkeiten von über 99% nachgewiesen. Unsicherheiten können auftauchen, wenn die hcg Konzentration in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft vielleicht noch sehr niedrig war und deswegen der zweite Strich kaum zu sehen ist. Manchmal wird auch eine so genannte „Verdunstungslinie“ beschrieben, wenn man zu spät abliest: Der Urin ist dann eingetrocknet und hinterlässt offenbar in seltenen Fällen eine dünne, zweite Linie, meist kaum zu sehen, die mitunter fälschlicherweise als Schwangerschaftsanzeichen gedeutet werden kann.

 

So gehts nach dem positiven Schwangerschaftstest weiter!

Es besteht keine medizinische Notwendigkeit, nach einem positiven Schwangerschaftstest sofort zum Frauenarzt zu gehen. Gerade in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft ist auf dem Ultraschall oft noch nichts zu erkennen. Wenn man keine Beschwerden hat und dem weiteren Verlauf gelassen entgegensehen kann, spricht nichts dagegen, erst zwei Wochen später zum Arzt zu gehen. Dann lässt sich die Schwangerschaft auch oftmals schon via Ultraschall eindeutig bestätigen: Man sieht den Herzschlag des Embryos! Der Arzt stellt dann üblicherweise den Mutterpass aus und berät zu persönlichen Fragen.

2 Gedanken zu „Der Schwangerschaftstest“

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